Von der To-Do-Liste zur Tada-Liste

Lesedauer:
8
Minuten
Autor:
Daniel Terwersche
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Von der To-Do-Liste zur Tada-Liste: Leichtigkeit statt Rucksack

Es ist Anfang Januar. Du hast dir Ziele gesetzt. Die Kanzlei optimieren. Prozesse digitalisieren. Mandanten besser betreuen.

Klingt gut. Sollte motivierend sein.

Aber warum fühlt es sich an wie ein schwerer Rucksack?

Die To-Do-Liste wird länger. Der Alltag läuft weiter. Und nach einer Woche denkst du schon: „Es fühlt sich genauso an wie im Dezember."

Vielleicht liegt es nicht daran, was du tun willst. Sondern daran, wie du darüber denkst.

Das Problem mit To-Do-Listen: Sie werden nie kürzer

Ich habe Anfang Januar mit Kanzleiinhabern gesprochen. Die Frage: Was sind deine guten Vorsätze?

Die Antworten kamen sofort:

„Ich will die FIBU-Prozesse automatisieren."

„Ich muss endlich die Digitalisierung vorantreiben."

„Ich sollte mehr Beratungsleistungen anbieten."

Alles „Ich muss", „Ich sollte", „Ich will noch". Die To-Do-Liste füllt sich. Der Rucksack wird schwerer.

Und das Verrückte: Je mehr du abhakst, desto mehr kommt nach.

Die Tada-Liste: Ein Perspektivwechsel, der alles ändert

Eine meiner Mentoren macht etwas anders. Sie führt keine To-Do-Liste.

Sie führt eine Tada-Liste.

Klingt verspielt? Ist es auch. Aber dahinter steckt mehr als nur ein Wortwechsel.

Statt zu schreiben: „Ich muss noch..." schreibt sie: „Tada! Ich habe das gemacht."

Statt Druck aufzubauen, feiert sie Fortschritte.

Statt auf die Lücken zu schauen, sieht sie, was schon da ist.

Was sich ändert, wenn du von To-Do zu Tada wechselst

Der Unterschied ist nicht nur sprachlich. Er ist emotional.

To-Do sagt: „Das liegt noch vor dir. Das musst du noch schaffen."

Tada sagt: „Das hast du erreicht. Das ist schon erledigt."

Das eine ist ein Berg, den du noch besteigen musst. Das andere ist ein Gipfel, auf dem du schon stehst.

Und wenn du am 7. Januar schon das Gefühl hast, im alten Trott gefangen zu sein – dann brauchst du vielleicht keinen härteren Plan. Sondern einen anderen Blickwinkel.

Warum Jahresvorsätze so schnell scheitern

3% der Jahresvorsätze werden am ersten Tag gebrochen. 7% in den ersten zwei Tagen.

Nicht, weil die Menschen faul sind. Sondern weil sie sich zu viel vornehmen. Und weil sie es sich zu schwer machen.

„Ich muss das noch machen."

„Ich sollte das endlich angehen."

„Das steht schon so lange auf meiner Liste."

Das ist keine Motivation. Das ist Druck.

Und Druck funktioniert vielleicht kurzfristig. Aber er macht auf Dauer müde.

Wie du die Tada-Liste in deinen Alltag bringst

Du musst nicht deine To-Do-Liste komplett wegwerfen. Aber du kannst parallel eine Tada-Liste führen.

Schreib am Ende des Tages auf:

  • Tada! Ich habe heute drei Mandantengespräche geführt.
  • Tada! Das Team hat den ersten Prozess digitalisiert.
  • Tada! Ich habe mir Zeit genommen, um über die Kanzlei-Zukunft nachzudenken.

Nicht: „Ich hätte noch mehr schaffen müssen."

Sondern: „Schau mal, was ich schon geschafft habe."

Das ist kein naives Schönreden. Das ist ein bewusster Perspektivwechsel.

Feiere die Dinge, die du umsetzt

Anfang Januar ist oft eine trostlose Zeit. Die Weihnachtsstimmung ist vorbei. Der Alltag ist zurück. Die Liste ist lang.

Genau jetzt brauchst du Tadas.

Geh mit Leichtigkeit ins Jahr. Mit Glitzer, Feenstaub, Superheldenpower – nenn es, wie du willst.

Aber hör auf, dir den Rucksack schon am Anfang des Jahres vollzupacken.

Nimm die Dinge mit Spaß, Freude und Leichtigkeit an. Und feiere, was du schaffst. Nicht nur, was noch fehlt.

Fazit: To-Do-Listen machen schwer. Tada-Listen machen leicht. Der Unterschied liegt nicht in dem, was du tust, sondern darin, wie du darüber denkst. Statt Druck aufzubauen, feiere Fortschritte. Statt auf Lücken zu schauen, sieh, was schon da ist. Ein kleiner Perspektivwechsel mit großer Wirkung.

👉 Hör dir die Folge „Die Tada-Liste zum neuen Jahr" an und starte das Jahr mit Leichtigkeit statt Druck. Wie du von To-Do zu Tada wechselst – im Podcast.

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