Erfolgreiche Kanzleiinhaber schauen durchs Fenster, nicht in den Spiegel

Lesedauer:
9
Minuten
Autor:
Daniel Terwersche
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Fenster oder Spiegel? Was erfolgreiche Kanzleiinhaber anders machen

Wenn's läuft, ist es dein Verdienst. Wenn's nicht läuft, sind die anderen schuld.

So ticken die meisten Unternehmer. Und genau deshalb bleiben sie mittelmäßig.

Eine amerikanische Langzeitstudie hat elf Top-Unternehmen untersucht, die über 15 Jahre hinweg außergewöhnlich erfolgreich waren. Keine Big Player wie Apple oder Coca-Cola – sondern solide Unternehmen, die konstant geliefert haben.

Die Forscher wollten wissen: Was machen diese Firmen anders?

Die Antwort war überraschend einfach. Und hat mit zwei Perspektiven zu tun, die du täglich nutzt – ohne es zu merken.

Level-5-Manager: Die Unternehmer, die niemand kommen sieht

Die erfolgreichsten Manager kamen aus den eigenen Reihen. Keine Star-CEOs. Keine Egomanen.

Sie hatten zwei Eigenschaften: Persönliche Bescheidenheit. Und eine brennende, intrinsische Motivation.

Klingt widersprüchlich? Ist es aber nicht.

Denn diese Unternehmer haben ein Muster entwickelt, das sie von allen anderen unterscheidet. Die Forscher nannten es: Das Fenster-Spiegel-Prinzip.

Das Fenster-Spiegel-Prinzip: Wer schaut wohin?

Die Studie fand ein faszinierendes Verhalten.

Bei Erfolg: Die Top-Manager schauen durchs Fenster. Nach außen. „Ich hatte Glück. Tolle Mitarbeiter. Tolle Kunden. Gutes Timing."

Bei Misserfolg: Sie schauen in den Spiegel. Nach innen. „Was hätte ich anders machen sollen? Wo lag meine Entscheidung falsch?"

Die weniger erfolgreichen Unternehmer? Die machen's genau andersherum.

Erfolg: „Ich bin großartig!" – Misserfolg: „Das System ist schuld, die Mitarbeiter, die Politik."

Kommt dir bekannt vor?

Vom Kanzleiinhaber zum Level-5-Unternehmer

Jetzt übertrag das mal auf deine Kanzlei.

Wie oft schaust du durchs Fenster, wenn's nicht läuft? Die Regulatorien, die DSGVO, die Mandanten, die Mitarbeiter, der Fachkräftemangel.

Alles valide Punkte. Keine Frage.

Aber sie bringen dich nicht weiter. Und genau hier liegt der Unterschied zwischen einem Kanzleiinhaber und einem echten Unternehmer.

Ein echter Unternehmer weiß: „Der Fisch stinkt vom Kopf."

Fast alles in deiner Kanzlei kannst du beeinflussen. Auch in einer regulierten Branche. Gerade weil diese Regulierung dich jahrelang geschützt hat – vor echtem Wettbewerb, vor Preisdruck, vor Marktdynamik.

Die Frage ist: Nutzt du diesen Schutz als Ausrede? Oder als Basis?

Warum die Sympathischsten nicht die Lautesten sind

Die erfolgreichsten Unternehmer sind nicht die Egomanen.

Es sind die Bescheidenen. Die, die wissen, dass ihr Erfolg auf dem Rücken eines starken Teams steht.

Du bist in einem Dienstleistungsberuf. Dienend zu führen bedeutet nicht, schwach zu sein. Es bedeutet, das Umfeld zu schaffen, in dem alle wachsen können.

Und genau das unterscheidet eine gut laufende Kanzlei von einem Spitzenunternehmen.

Fazit: Erfolg gehört deinem Team. Misserfolg ist deine Verantwortung. Wer das versteht, führt nicht nur eine Kanzlei – sondern baut ein Unternehmen, das bleibt.

👉 Hör dir die Folge „Was ein erfolgreicher Kanzleiunternehmer mit Fenster und Spiegel zu tun hat" an und finde heraus, wie du deine Perspektive veränderst, ohne deine Haltung aufzugeben.

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