Mitarbeiter Überforderung erkennen

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Warum deine Mitarbeiter abends zur Weinflasche greifen
Deine Mitarbeiterin ist gestresst. Überfordert. Die Aufgaben stapeln sich.
Was tut sie?
Kommt sie zu dir und sagt: „Chef, ich schaffe das nicht mehr. Ich brauche Hilfe"?
Wahrscheinlich nicht.
Stattdessen sitzt sie abends auf der Couch. „Was für ein Tag. Ich gönne mir jetzt ein Glas Wein." Dann ein zweites. Dann ein drittes.
Oder sie zieht sich zurück. Kommt nicht mehr zum Kanzleifrühstück. Sagt Teamevents ab. Spricht kaum noch.
Das nennt man Bewältigungsstrategien. Und die meisten davon helfen nicht wirklich.
Coping-Strategien: Jeder hat sie, nicht alle helfen
Jeder Mensch hat Bewältigungsstrategien – auch Coping-Strategien genannt.
Das sind Techniken und Verhaltensweisen, mit denen wir Stress oder schwierige Situationen bewältigen.
Die Frage ist: Sind sie funktional oder dysfunktional?
Funktional wäre: Hilfe suchen, das Problem ansprechen, Grenzen setzen.
Dysfunktional wäre: Alkohol, sozialer Rückzug, zwanghaftes Verhalten.
Aber mal ehrlich: Wie viele Mitarbeiter kommen zu dir und sagen: „Chef, ich bin überfordert"?
Eben.
Die drei häufigsten dysfunktionalen Strategien
1. Alkohol als Belohnung
„So ein anstrengender Tag. Ich gönne mir jetzt ein Glas Wein."
Klingt harmlos. Ist es vielleicht auch – wenn es dabei bleibt.
Aber wenn aus einem Glas zwei werden. Und aus zwei drei. Und wenn das jeden Abend passiert?
Dann ist das keine Entspannung mehr. Dann ist das eine Strategie, die langfristig nicht hilft.
2. Sozialer Rückzug
Früher war dein Mitarbeiter immer beim Kanzleifrühstück. Bei Teamevents. Bei Gesprächen.
Jetzt? Zieht er sich zurück. Redet weniger. Sagt ab.
Das ist oft kein „Ich will meine Ruhe". Das ist ein Zeichen von Überforderung.
3. Zwanghaftes Verhalten
Plötzlich muss alles perfekt sein. Die Wäsche exakt gefaltet. Die Küche blitzblank. Jedes Detail an seinem Platz.
Das ist oft der Versuch, wenigstens irgendwo Kontrolle zu haben – wenn im Arbeitsalltag alles zu viel wird.
Die unbequeme Frage: Welche Strategie nutzt du?
Bevor du auf deine Mitarbeiter schaust: Schau auf dich.
Greifst du abends zur Weinflasche, wenn der Tag stressig war?
Ziehst du dich zurück, wenn es zu viel wird?
Wirst du zwanghaft ordentlich, wenn du das Gefühl hast, die Kontrolle zu verlieren?
Sagst du Freunden ab, weil du „keine Lust" hast – obwohl es dir eigentlich guttun würde?
Das sind dysfunktionale Bewältigungsstrategien. Sie sind menschlich. Aber sie helfen nicht wirklich.
Wie du die Signale erkennst – und was dann kommt
Wenn du weißt, worauf du achten musst, siehst du die Muster:
- Verhaltensänderungen (Rückzug, weniger Gespräche)
- Leistungsabfall (Fehler häufen sich)
- Körperliche Signale (Müdigkeit, Gereiztheit)
- Abwesenheit bei sozialen Events
Und dann?
Dann kannst du es ansprechen. Vorsichtig. Indirekt.
Nicht: „Du trinkst zu viel."
Sondern: „Mir ist aufgefallen, dass du in letzter Zeit öfter fehlst. Ist alles okay?"
Die gute Nachricht: Du kannst Strategien überschreiben
Das Gehirn lernt Muster. Aber es kann auch neue Muster lernen.
Statt Weinflasche → Tee. Oder Laufen. Oder Freunde treffen, auch wenn du keine Lust hast.
Klingt simpel? Ist es auch. Aber es funktioniert.
Wie genau du dysfunktionale Strategien überschreibst – bei dir und bei deinen Mitarbeitern – das erkläre ich in der Podcast-Folge.
Inklusive:
- Wie du Alternativen anbietest, ohne zu moralisieren
- Warum Laufen biochemisch ähnlich wirkt wie Alkohol – nur gesünder
- Was „gutes" und „schlechtes" Dopamin bedeutet
- Wie du ein Umfeld schaffst, in dem funktionale Strategien möglich sind
Was du jetzt tun kannst
Schritt 1: Reflektiere. Welche dysfunktionalen Strategien nutzt du selbst?
Schritt 2: Beobachte. Welche Muster siehst du bei deinen Mitarbeitern?
Schritt 3: Hör dir die Podcast-Folge an. Dort bekommst du die konkreten Schritte, wie du dysfunktionale Strategien überschreibst – bei dir und bei deinem Team.
Denn nur wer sich seiner eigenen Muster bewusst ist, kann anderen helfen.
Fazit: Mitarbeiter bitten selten um Hilfe, wenn sie überfordert sind. Stattdessen nutzen sie Bewältigungsstrategien wie Alkohol, sozialen Rückzug oder zwanghaftes Verhalten. Als Kanzleiinhaber kannst du diese Muster erkennen – und Alternativen anbieten. Aber zuerst: Schau auf dich selbst.
👉 Hör dir die Folge „Bewältigungsstrategien deiner Mitarbeiter" an und lerne, wie du dysfunktionale Muster überschreibst – bei dir und bei deinem Team. Die konkreten Schritte gibt's im Podcast.
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